
Am 25.03.2026 fand das nunmehr 10. Netzwerktreffen „Kopfsache“ im Veranstaltungsraum des Neuen Stadtforums in Dresden statt.
Unter dem Thema „Entlastung für Angehörige von Menschen mit erworbenen Hirnschäden“ organisierte das Netzwerk Kopfsache die Veranstaltung als Plattform für Betroffene, Angehörige und Fachleute – unterstützt durch das Amt für Gesundheit und Prävention – Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS), die bei der Organisation der Räumlichkeiten behilflich war. Ca. 60 Teilnehmende kamen zusammen; die Veranstaltung dauerte von ca. 15:00 bis 17:30 Uhr und bot Impulsvorträge sowie Raum für Austausch.
Herr Ostermann begrüßte die Anwesenden und führte durch den Nachmittag. Als ersten Impulsvortrag hielt Michaela Stephan von der Caritas (Beratungsbüro für pflegende Angehörige und Senioren) zu „Entlastung für pflegende Angehörige – welche Möglichkeiten gibt es?“. Sie stellte gezielt Fördermöglichkeiten für ältere Menschen, Rentnerinnen und ihre Pflegenden vor und beleuchtete Entlastungsangebote.
Darauf folgte Alexandra Jentsch (Klinische Neuropsychologin – GNP). Sie stellte ihr Beratungskonzept „AnDenKen“ vor: aus neuropsychologischer Perspektive fokussiert sie auf psychologische Begleitung für Angehörige von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen. Ihr Erfahrungen aus 11 Jahren Rehabilitation, beruflicher Wiedereingliederung und Alltagsgestaltung nutzt Frau Jentsch, um Akzeptanzprozesse und mentale Entlastung zu erleichtern – maßgeschneidert für die Zielgruppe.
Um die Pausenversorgung kümmerten sich wieder die KollegInnen der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW gGmbH Dresden) mit belegten Schnittchen, Kuchen, Wraps, Kaffee und aromatisiertem Wasser. Die Pausenzeit nutzten viele Teilnehmende für angeregte Gespräche – Netzwerkpartner verteilten Flyer und Infomaterial, dies förderte den informellen Austausch.
Den Abschluss des Nachmittags bildete ein Interview mit einer Betroffenen nach einem Aneurysma-Schlaganfall und ihrem Angehörigen, geführt von Maxi Schulze. Die beiden berichteten offen über den langjährigen Reha-Prozess bis zur beruflichen Wiedereingliederung und zeigten Bilder aus verschiedenen Phasen der Genesung. Dabei lag der Fokus auch auf den Bewältigungsstrategien des Angehörigen – ein Thema, das im Raum sichtlich berührte. Es entwickelte sich ein lebhaftes, emotionales Gespräch, bei dem Teilnehmende eigene Erfahrungen einbrachten.
Autoren: Karl Bruno Heidenreich & Ina Weisbrod